Mediation · in Ausbildung bis Mai 2027
Konflikte lösen sich nicht von selbst
Ich lasse mich zum Mediator ausbilden. Ab Mai 2027 begleite ich Teams, Vereine und Organisationen, wenn ein Konflikt die Zusammenarbeit lähmt.
Wer ich bin
Ich bin Frank Nägler. Seit 2000 entwickle ich Software, viele Jahre davon in der TYPO3-Community. Dort arbeiten Menschen aus vielen Ländern zusammen, meist schriftlich und zeitversetzt. Ich habe oft gesehen, wie aus einem knappen Kommentar ein Streit wird, den niemand mehr auflöst.
Seit mehr als 35 Jahren bin ich im DRK, mehr als die Hälfte davon in Leitungs- und Führungsfunktionen. Im Ehrenamt gelten eigene Regeln. Niemand wird bezahlt, vieles wird gemeinsam entschieden. Gerade deshalb bleiben Konflikte oft liegen. Wer will sich schon beschweren, wenn alle für dieselbe Sache arbeiten?
Deshalb lasse ich mich seit Oktober 2026 zum Mediator ausbilden, der Abschluss ist im Mai 2027. Meine Erfahrung aus beiden Welten: Wer in einem Konflikt steckt, will zuerst gehört werden. Erst danach ist Platz für eine Lösung.
Woran du einen Konflikt erkennst
Irgendwann kommentiert jemand keine Tickets mehr. Ein Maintainer antwortet nur noch knapp. Die Jahreshauptversammlung im Verein wird angespannt. Im Einsatz hakt die Abstimmung, obwohl alle dasselbe wollen.
Von außen wirkt das wie Desinteresse. Meist steckt ein Konflikt dahinter, den niemand angesprochen hat.
Dafür braucht es keinen bösen Willen. Es reicht, dass Erwartungen auseinandergehen, Rollen unklar sind oder keiner den ersten Schritt macht. Je länger das niemand anspricht, desto mehr Kraft kostet der Stillstand.
Für wen
IT-Teams und Open-Source-Projekte
Verteilte Teams, viel Schriftliches, wenig Hierarchie. Reibung wird hier selten offen ausgetragen. Sie zeigt sich in liegengebliebenen Reviews und stillen Kanälen. Ich arbeite selbst in diesem Umfeld und kenne seine Abläufe.
Ehrenamtliche Organisationen und Vereine
Wer unbezahlt mitarbeitet, nimmt Kritik schnell persönlich. Konflikte im Verein brauchen deshalb einen anderen Umgang als in einer Firma. Ich bin seit 1991 ehrenamtlich im DRK und kenne das Ehrenamt von innen.
Hilfsorganisationen und Katastrophenschutz
Im DRK oder beim THW treffen Ehrenamt, feste Strukturen und Einsätze unter Druck aufeinander. Konflikte entstehen dort oft unter Zeitdruck und wirken lange nach. Wer hier vermittelt, muss diese Strukturen kennen.
Nachbarschaft und privates Umfeld
Auch Streit mit Nachbarn oder in der Familie kann eine Mediation klären – ohne Gericht und bevor sich die Fronten verhärten.
Was Mediation ist – und was nicht
Was Mediation ist
Mediation ist ein Gespräch nach festen Regeln, begleitet von einer neutralen Person. Der Mediator entscheidet nichts und gibt keine Ratschläge. Er sorgt dafür, dass alle zu Wort kommen und das Gespräch beim Thema bleibt. Die Lösung erarbeiten die Beteiligten selbst. Am Ende steht eine schriftliche Vereinbarung, keine Empfehlung.
Was Mediation nicht ist
Mediation ist keine Therapie, kein Coaching und kein Schiedsverfahren. Ich vertrete keine Seite und berate niemanden rechtlich. Alle Beteiligten machen freiwillig mit. Will eine Seite nicht reden, ist ein anderer Weg besser. Das kläre ich gleich zu Beginn.
Wo ich gerade stehe
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Seit Oktober 2026
Mediationsausbildung beim IKM (Institut für Konfliktmanagement und Mediation) – mehrere Präsenzblöcke.
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Bis Mai 2027
Abschluss mit Zertifizierung. Auf LinkedIn schreibe ich offen über das, was ich lerne – was mich überrascht und was sich mit meiner Erfahrung aus der Praxis reibt.
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Ab Mai 2027
Buchbar als Mediator – für Teams, Organisationen und Menschen.
Häufige Fragen zur Mediation
Was du vorab über Mediation wissen solltest. Rechtsgrundlage ist das Mediationsgesetz (MediationsG).
Arbeitest du schon als Mediator?
Noch nicht. Ich bin seit Oktober 2026 in der Ausbildung, der Abschluss ist im Mai 2027. Bis dahin kann ich zuhören und einordnen, führe aber keine Mediationen durch.
Für welche Konflikte eignet sich Mediation?
Mediation passt, wenn die Beteiligten auch danach miteinander zu tun haben und eine Lösung wollen, die alle tragen. Das gilt in IT-Teams und Open-Source-Projekten, in Vereinen und Hilfsorganisationen, in der Nachbarschaft und in der Familie. Voraussetzung: Alle machen freiwillig mit und sind bereit, miteinander zu reden.
Wie läuft eine Mediation ab?
Zuerst werden der Rahmen und die Regeln für das Gespräch geklärt. Dann sammeln die Beteiligten die Themen, um die es geht. Danach geht es darum, was hinter den Standpunkten steckt: Was ist jeder Seite wichtig, was braucht sie? Daraus entwickeln die Beteiligten Lösungen und halten das Ergebnis in einer Vereinbarung fest. Der Mediator führt durch diese Schritte, entscheidet aber nichts.
Wie lange dauert eine Mediation?
Das hängt vom Konflikt ab. Oft sind es mehrere Sitzungen von ein bis zwei Stunden, verteilt über einige Wochen. Ein klar umrissenes Thema lässt sich manchmal in einer Sitzung klären. Den Zeitrahmen legen die Beteiligten zu Beginn gemeinsam fest.
Was kostet eine Mediation?
Das hängt vom Umfang, von der Dauer und von der Zahl der Beteiligten ab. Abgerechnet wird meist nach Stunden oder Sitzungen. Die Kosten teilen sich die Beteiligten in der Regel. Bis zum Abschluss meiner Ausbildung im Mai 2027 biete ich keine Mediation an und nenne deshalb noch keine Preise.
Findet die Mediation online oder vor Ort statt?
Ab Mai 2027 beides: persönlich in Hamburg oder online per Video. Für verteilte Teams und Open-Source-Projekte ist online oft der einfachere Weg.
Worin unterscheidet sich Mediation von einem Gerichtsverfahren?
Vor Gericht entscheidet ein Richter, und mindestens eine Seite muss das Urteil hinnehmen. In der Mediation erarbeiten die Beteiligten die Lösung selbst. Was besprochen wird, bleibt vertraulich (§ 4 MediationsG). Es gibt kein Urteil und keine Seite, die verliert – das erleichtert die Zusammenarbeit danach.
Was unterscheidet Mediation von Therapie oder Coaching?
Eine Therapie arbeitet mit einer Person an ihren eigenen Themen, ein Coaching an den Zielen eines Einzelnen. Mediation arbeitet an einem Konflikt zwischen mehreren Beteiligten. Der Mediator berät keine Seite und gibt keine Ratschläge. Er hält das Gespräch in der Spur, die Lösung finden die Beteiligten selbst.
Ist eine Mediation vertraulich?
Ja. Der Mediator ist nach § 4 Mediationsgesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet und gibt nichts nach außen. Die Beteiligten können zusätzlich vereinbaren, dass auch sie über das Gesagte schweigen. Nur so können alle offen sprechen.
Ist das Ergebnis einer Mediation rechtlich bindend?
Am Ende halten die Beteiligten ihre Einigung schriftlich fest. Als Vertrag ist sie für alle verbindlich, die ihn schließen. Vollstreckbar wird sie zum Beispiel durch eine notarielle Urkunde oder einen Anwaltsvergleich. Rechtlich beraten kann ich dabei nicht.
Was passiert, wenn wir uns nicht einigen?
Dann endet die Mediation ohne Ergebnis, und alle können andere Wege gehen. Niemand wird zu einer Lösung gedrängt. Auch dann kennen die Beteiligten die Sicht der anderen Seite besser als vorher.
In welcher Sprache findet die Mediation statt?
Auf Deutsch oder auf Englisch. Englisch ist vor allem für internationale Teams und Open-Source-Projekte wichtig, in denen ohnehin Englisch gesprochen wird.
Kontakt
Schreib mir
Ich lese jede Nachricht selbst und antworte persönlich.
Wenn du jetzt schon über einen konkreten Konflikt sprechen möchtest, schreib mir. Bis zum Abschluss im Mai 2027 kann ich zuhören und einordnen, aber noch nicht als Mediator arbeiten.